DeutscherAnwaltVerein
Strafverteidigervereinigung nrw
Deutscher Anwaltverein Arbeitsgemeinschaft Strafrecht

Ihr Rechtsanwalt für: Betäubungsmittel-Strafrecht

Als eine der führenden Rechtsanwaltskanzleien auf dem Gebiet des Betäubungsmittelstrafrechts freuen wir uns, Ihnen unsere Hilfe anbieten zu können.

Durch unsere langjährige Erfahrung in diesem Bereich sowie die Bearbeitung hunderter von Mandaten jährlich verfügen wir über die notwendige Erfahrung, auch Ihr Strafverfahren erfolgreich gestalten zu können, Ihrem Freund oder Familienangehörigen die Erfahrung der Untersuchungshaft zu ersparen oder Ihnen gegebenenfalls Ihren Führerschein zu erhalten.

Zunächst einmal finden Sie einige der wichtigsten Fragen, welche uns Mandanten zu Beginn eines Verfahrens regelmäßig stellen; sofern derzeit ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen Sie oder ein ihre Angehörigen anhängig ist, haben auch sie sich sicherlich einige dieser Fragen bereits gestellt. Hier finden Sie die ersten Antworten.

Eine Sache aber noch vorab: eine Website kann nur erste Fragen beantworten, aber keine anwaltliche Beratung ersetzen die Sie als Betroffene beschäftigen. Nur im persönlichen Gespräch können wir eine individuelle Lösung für Ihre Situation finden.

Unsere Erfolgsgarantie: wir bear­bei­ten täglich Mandate aus dem BtM-Bereich. Handeltreiben mit BtM in nicht gerin­ger Menge, Betrieb einer Indoor-Plantage oder Besitz von Marihuana – wir verstehen Ihre Situation und finden eine Lösung.


Wie läuft ein BTM Ermittlungsverfahren ab?

Zunächst einmal einmal wird seitens der Polizei oder der zuständigen Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, wenn ein so genannter Anfangsverdacht bezüglich der Begehung einer Straftat vorliegt. Ein solcher Verdacht kann sich aus unterschiedlichen Anlässen oder Hinweisen ergeben, in der Regel kommt es in Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einem solchen Verdacht, wenn ab Käufer oder vermeintliche Kunden den Ermittlungsbehörden entsprechende Auskünfte erteilen. In Einzelfällen können solche Angaben auch auf einem Geständnisses im Rahmen eines § 31 BTMG basieren.

Erfolgt keine Hausdurchsuchung oder die direkte Anordnung der Untersuchungshaft, enthält der Betroffene einer Vorladung zur Beschuldigten Vernehmung, in vergleichsweise kleineren Verfahren übersenden die Ermittlungsbehörden einen schriftlichen Anhörungsbogen, in welchem man sich dann zu dem Vorwurf äußern kann. Hierbei ist zu beachten: es besteht weder eine Verpflichtung zum Erscheinen bei dem Termin, in welchem Details bezüglich des vermeintlichen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz hinterfragt werden.

Darüber hinaus besteht auch keinerlei Veranlassung, im Rahmen des Anhörungsbogens Angaben zu den Hintergründen der Indoor-Plantage oder des vermeintlichen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln oder des Besitzes von Betäubungsmitteln Angaben zu machen.

Im Idealfall wenden sich die Betroffenen direkt an unsere Kanzlei, um das Verfahren frühzeitig in die richtigen Bahnen zu lenken, abzuwarten ist jedenfalls davon, unbedarft zu dem Vernehmungstermin zu erscheinen und Angaben zur Sache zu machen. Sofern Sie uns mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragen, sagen wir den Vernehmungstermin ab und zeigen zunächst ihre Vertretung an. Danach einigen Wochen erreichen uns dann die Ermittlungsakte, welche wir gemeinsam mit den Betroffenen analysieren und auf der Grundlage der neuesten Rechtsprechung eine Verteidigungsstrategie entwickeln. Anschließend setzen wir eine Verteidiger Erklärung auf und beantragen, das Verfahren nach Möglichkeit außergerichtlich zum Abschluss zu bringen. Sind die Vorwürfe zutreffend, macht es Sinn möglichst frühzeitig die Möglichkeit eines Geständnisses zu erwägen und hierdurch zu versuchen, wichtige Pluspunkte zu sammeln.

Je nach Einzelfall wird das Ermittlungsverfahren sodann außergerichtlich zum Abschluss gebracht oder die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen die Betroffenen. Ein Mittelweg in derartigen Fällen kann der Erlass eines so genannten Strafbefehl sein, von dieser Möglichkeit wird aber im Verfahren wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln (Marihuana, Heroin, Kokain, Gras, LSD, etc.) nur relativ selten Gebrauch gemacht - Insbesondere nicht bei Verfahren wegen des unerlaubten Betreibens einer Indoor-Plantage.


Ich habe eine Vorladung von der Polizei (sog. Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung) erhalten, sollte ich hin gehen?

Die Antwort hierauf lautet eindeutig: Nein.

Hintergrund dessen ist der Umstand, dass Polizeibeamte es natürlich nicht stets schlecht mit dem Beschuldigten meinen und auch der Mythos, wonach geschickte Polizeibeamte die Beschuldigten im Rahmen einer Vernehmung gewiefte in Fangfragen verwickeln, um Ihnen zu Unrecht eine Straftat anzuhängen, kann nach der Erfahrung der hiesigen Kanzlei jedenfalls auch nicht bestätigt werden.

Dennoch muss aber selbstverständlich auch gesehen werden, dass es die Aufgabe der Polizeibeamten ist, vermeintliche Straftaten aufzuklären. An dieser Stelle beginnt die Arbeit der Verteidigung, da die Mitarbeiter einer vermeintlichen Aufklärung einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz (Handeltreiben mit Btm, Besitz von Marihuana oder der Betrieb einer Indoor-Plantage) gegebenenfalls blockiert werden soll, sofern die in Rede stehenden Vorwürfe zutreffend sind.

Grundsätzlich gilt hier, dass die mandatierung eines auf diesem Gebiet erfahrenen Strafverteidigers stets sinnvoll ist und dieser das Verfahren umso besser lenken und gestalten kann, je früher er Mann datiert wird. Teilweise erleben wir die unglückliche Konstellation, dass Mandanten aus Verpflichtungsgefühl zu den Vernehmungstermin bei der Polizei erscheinen und hier Angaben machen, welche für Sie am Ende nachteilig sind.

Ein Beispiel: eine meiner Mandanten wurde Ende 2014 vorgeworfen, ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz in Form des unerlaubten Betriebes eine Marihuana Indoor-Plantage betrieben zu haben. Die Beweislage war schlecht, da allenfalls eine Beihilfe zu dem Betrieb durch die Haupttäter im Raum stand. Der Beschuldigte folgte der Vorladung zu Beschuldigten Vernehmung und versuchte eine Tatbeteiligung zu leugnen, indem er angab, die in dem Gebäude gewesen zu sein, in welchem die Plantage betrieben wurde. Diese Angaben waren ihm aber aufgrund von Überwachungsfotos leicht zu widerlegen, deshalb alle seine übrigen Angaben nunmehr als zweifelhaft bewertet werden mussten. Hätte der Beschuldigte von Beginn an geschwiegen, hätte man ihm den Rest wohl auch nicht nachweisen können, alleine die Anwesenheit in dem Haus, in dem die Marihuanaplantage betrieben wurde, ermöglicht per Sie keine Rückschlüsse auf eine strafrechtlich relevante Tatbeteiligung.

Insgesamt lässt sich hierzu sagen, dass einer Vorladung zur Beschuldigten Vernehmung keinesfalls gefolgt werden sollte - bitte kontaktieren Sie uns umgehend und wir helfen, das Verfahren in die richtige Richtung zu lenken.

Je nach Vorwurf vertrete ich sie auch gerne als Pflichtverteidiger, bitte fragen Sie diesbezüglich aber vorab an.


Ich habe eine Vorladung zur erkennungsdienstlichen Behandlung erhalten, muss ich hin gehen?

Sofern Sie wegen einer Straftat gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer so genannten erkennungsdienstlichen Behandlung vorgeladen worden, oder diese im Rahmen der Untersuchungshaft durch ein Gericht angeordnet wird, so stellt sich zunächst die Frage, auf welcher Rechtsgrundlage und zu welchem Zweck die erkennungsdienstliche Behandlung erfolgen soll.

Dies kann in der Regel zwei Gründe haben:

zum einen kann die Behandlung das Ziel verfolgen, Daten von Ihnen zu gewinnen, welche für das gerade aktuelle Strafverfahren von Bedeutung sind. Der klassische Fall ist hier, für das Lichtbilder von einem vermeintlichen Betäubungsmittelhändler gemacht worden sind und diese Person nicht zugeordnet werden kann. Haben die Ermittlungsbeamten nun den Verdacht, dass es sich bei ihnen um diese Person handelt, so ordnet man die Anfertigung von Lichtbildern an um diese sodann mit den Bildern des vermeintlichen Täters vergleichen zu können oder diese zum Gegenstand einer Lichtbildvorlage zu machen. Sofern die erkennungsdienstliche Behandlung nur für das aktuelle Strafverfahren selbst angeordnet wird, bestehen hiergegen keine Rechtsschutzmöglichkeiten - für die Beamten weisen in diesen Fällen stets darauf hin, dass die Maßnahme nicht belastend wirkt, sondern zur Entlastung beiträgt sofern man nichts zu verbergen hat...

Eine andere Möglichkeit der erkennungsdienstlichen Behandlung ist die entsprechen der Anordnung zum Zwecke der Aufnahme in eine allgemeine Datenbank, um diese künftig in anderen Fällen mit verdächtigen oder Spuren abgleichen zu können. Eine Mitwirkung ist hier im Gegensatz zur vorstehend genannten Alternative nicht zwingend vorgeschrieben, sofern diese Maßnahme angeordnet wird kein Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht begehrt werden. In der Regel bietet es sich aber an, das Gespräch mit den anordnenden Polizeibeamte zu suchen, und diese unter Hinweis auf die aktuelle Rechtsprechung in Nordrhein-Westfalen im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts darauf hinzuweisen, die Anordnung zurückzunehmen.

Wir haben hier mit dieser Vorgehensweise stets Erfolg, der Einlegung eines förmlichen Rechtsmittels bedarf es hier in der Regel nicht.


Welche Strafen drohen mir bei BtM-Delikten?

Welche Strafe am Ende des Verfahrens verhängt wird, hängt natürlich von einer Vielzahl von Faktoren ab, so dass eine pauschale Darstellung hier naturgemäß nicht möglich ist - jeder versteht, dass es einen Unterschied macht ob der Einfuhrschmuggel von 50 Kilogramm Heroin oder der Besitz von 0,5 Gramm Marihuana Gegenstand des Verfahrens wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln oder Handeltreiben mit Betäubungsmitteln sind.

Dennoch lässt sich anhand der allgemeinen Strafrahmen relativ deutlich erkennen, welche Straftaten der Gesetzgeber im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts als schwerwiegender und welche als vergleichsweise weniger schlimm eingestuft hat.

Eine Differenzierung lässt sich zunächst einmal nach der Art der Drogen treffen, während Delikte im Zusammenhang mit Marihuana vergleichsweise gering bestraft werden, ändert sich dies natürlich im Hinblick auf Straftaten im Zusammenhang mit Heroin, Crystal Meth oder Crack. Einen zweiter wichtiger Faktor ist wie schon oben dargestellt die Menge, wobei es hierbei nicht auf die Bruttomenge ankommt, sondern auf den Wirkstoffgehalt. Wir haben hier unterschiedlichste Erfahrungen gemacht, während im Bereich von Marihuana die größten Qualitätsunterschiede gemessen werden konnten und so war es in einem Fall beispielsweise möglich, in welchem ein Besitz von einem halben Kilo Gras im Raum stand, diesen unterhalb der Grenze der sog. "nicht geringen Menge" zu drücken, da der Wirkstoffanteil bei etwa einem Prozent lag.

Geht es um vergleichsweise stärkeres und hochwertigeres für Marihuana aus den Niederlanden, ist ein Wirkstoffgehalt von 15 Prozent und mehr nichts ungewöhnliches. Hieran soll deutlich werden, dass es nicht auf die tatsächliche Menge ankommt, sondern auf den Wirkstoff.

Weitere Faktoren bei der Bemessung der Strafe können die sozialen Umstände sein, in deren Zusammenhang die Straftat wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz natürlich gesehen werden muss. Es ist selbstverständlich ein unterschied, ob eine Person schon mehrfach wegen vergleichbarer Delikte in Erscheinung getreten ist oder es sich um eine unbedarfte Rentnerin handelt, welche die Marihuanaplantage aus Freude an der Gärtnertätigkeit betreibt.


Warum sollten wir gerade die Rechtsanwaltskanzlei Nikolai Odebralski beauftragen?

Als eine der landesweit führenden Kanzleien im Bereich der Betäubungsmitteldelikte wissen wir natürlich zunächst einmal, wie derartige Verfahren juristisch in die richtige Richtung gelenkt werden können.

Wir stehen in ständigem Kontakt mit den zuständigen Staatsanwaltschaften, Gerichten und sämtlichen an der entsprechenden Entscheidungen beteiligten Stellen. Durch unseren täglichen Kontakt mit den Mitarbeitern der entsprechenden Sonderdezernate haben wir nicht nur einen guten persönlichen Kontakt mit vielen der regelmäßig an derartigen Verfahren beteiligten Personen knüpfen können, sondern kennen darüber hinaus auch die aktuelle Rechtsprechung im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts. Grundlage unserer Kompetenz ist nicht nur die ständige praktische Tätigkeit in diesem Bereich, sondern auch die stetige Auseinandersetzung mit neuesten Entscheidungen der Rechtsprechung sowie aktuellen juristischen Entwicklungen.

Sie profitieren somit von unserer Erfahrung, unseren guten Kontakten in die entsprechenden Bereiche sowie den theoretischen Kenntnissen, welche Ihnen im Idealfall den Weg in eine Verfahrenseinstellung ebnen. Für unsere Kanzlei besitzt nicht nur höchstes Ansehen bei den zuständigen Gerichten und Staatsanwaltschaften, sondern darüber hinaus auch im wissenschaftlichen Bereich.


Kann ich auch verurteilt werden, wenn ich nur über eine Betäubungsmittelgeschäft rede?

Die Antwort ist: ja.

Strafbar ist das so genannte verbale Handeltreiben mit Betäubungsmitteln ebenso wie ein tatsächliches Handeltreiben. Hintergrund dessen ist der Gedanke des Gesetzgebers, die Vorbereitung von Betäubungsmittelgeschäft unter Strafe zu stellen um den Anwendungsbereich der Vorschriften aus dem Betäubungsmittelstrafrecht auszuweiten.

Es ist insofern verboten, mit anderen Personen mündlich Gespräche über die konkrete Art und Durchführung eines Gespräches zu führen, in der Regel geraten Personen anlässlich so genannter Telefonüberwachung bei derartigen Handlungen in das Visier der Ermittler.


Kann ich als Beschuldiger auch selbst Akteneinsicht beantragen?

Das Gesetz sieht vor, dass auch ein Beschuldigter eine Darlegung berechtigter Interessen ein Antrag auf Akteneinsicht stellen kann, dies ist aber eher ungewöhnlich soweit es den Vorwurf des Besitzes oder des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln anbelangt, ebenso hinsichtlich des Vorwurfes des Betriebes einer Indoor-Plantage.


Wie kann ich meine Strafe möglichst reduzieren?

Es gibt viele Möglichkeiten, den Strafrahmen zu ihren Gunsten zu verschieben.

Angefangen von dem zunächst beliebten Verständnis, kommt in Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz insbesondere die Aufklärungshilfe in Betracht. Hierunter ist zu verstehen, dass der Beschuldigte sein Wissen aus dem Bereich der Betäubungsmittelgeschäft offenbart und hiermit den Ermittlungsbehörden hilft, für Straftaten aufzuklären, welche den Behörden bis dato noch nicht bekannt waren. Hierfür ist der Betroffene insbesondere im Falle des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln besonders geeignet, da er selbst seine Kunden kennt und naturgemäß Angaben dazu machen kann, wer bei ihm welche Mengen abgekauft hat. Hierdurch hilft man den Ermittlungsbehörden, weitere Verfahren einzuleiten. Hierdurch kann sich der Beschuldigte im Hinblick auf die eigene Strafbarkeit einen nicht unerheblichen Gewinn verdienen, diese so genannte Kronzeugenregelung führt zu einer Strafmilderung bezüglich der eigenen Strafbarkeit, dies kann in gewissen Fällen der entscheidende Teil sein, um die sonst sehr hohe Strafe noch in den Bereich einer Bewährungsstrafe zu drücken.


Ich betreibe eine Indoor-Plantage zu hause, welche Strafe kann mir drohen?

Die Strafen beim Betrieb einer so genannten Indoor-Plantage unseres sind schon aus dem Grund nicht zu unterschätzen, da hier in der Regel nicht unerhebliche Mengen an Betäubungsmittel produziert werden. Regelmäßig handelt es sich bei den in diesem Rahmen sichergestellten Mengen um sog. "nicht geringe Mengen", deren Besitz als Verbrechen eingestuft und daher mit einer Mindestzeit Strafe von nicht unter einem Jahr stationiert wird.

Es gilt also, Strafmilderungsgründe zu schaffen - und insbesondere schon frühzeitig einen auf diesem Gebiet erfahrenen Strafverteidiger zurate zu ziehen.


Darf ich eine geringe Menge Marihuana für den Eigenkonsum besitzen?

Nein, jeglicher Besitz von Haschisch oder Marihuana ist nach dem Betäubungsmittelgesetz verboten.

Etwas anderes gilt nur dann, wenn Personen einen Joint in der Hand halten, hier ist der damit verbundene Besitz nicht unter Strafe gestellt. Insgesamt führt aber natürlich nicht der Besitz jeder Kleinstmenge zu einem Strafverfahren, sofern gewisse Grenzwerte nicht überschritten sind, bestehen gute Möglichkeiten das Verfahren wegen Geringfügigkeit einzustellen - jedenfalls in NRW.


Wann kann ich noch eine Strafe auf Bewährung bekommen?

In den meisten Fällen erhalten die Betroffenen nur dann eine freie Strafe ohne Bewährung, wenn es sich um sehr schwere oder gravierende Vorwürfe handelt. Hierunter ist zu verstehen, dass beispielsweise eine große Menge von Betäubungsmitteln eingeführt wird, oder in großem Umfang mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel getrieben wird. Auch die Abgabe von Betäubungsmitteln an minderjährige bestraft der Gesetzgeber recht konsequent, jedenfalls soweit die abgebende Person über 21 Jahre ist.

Ferner ist die Grundlage jeder Bewährungsstrafe eine so genannte positive Sozialprognose, welche dem Betroffenen gestellt werden muss.


Bekomme ich eine mildere Strafe, wenn ich gegen andere aussage (§ 31 BtMG)?

Wie bereits oben ausgeführt, hat der Gesetzgeber ein erhöhtes Interesse daran, sämtliche Delikte aus dem Bereich der Betäubungsmittel Kriminalität zu erfassen. Hierin wurzelt eine große Chance Personen, welchen man Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vorwirft. Denn nach § 31 BTMG wird die Strafe für denjenigen gemildert, welcher bereits frühzeitig durch die Offenbarung seines Wissens dazu beiträgt, andere Straftaten aufzudecken. Herr über diese Möglichkeit aufzuklären gehört zum Standard Rüstzeug jeden Strafverteidigers, welcher ernsthaft im Bereich der Betäubungsmitteldelikte verteidigt.

Je nach Art und Umfang der Vorwürfe sollte jeder Betroffene für sich selbst sorgfältig abwägen, ob von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird. Oft wird die Möglichkeit der Belastung anderer als unredlich empfunden. Dies mag ein Stück weit zu treffen, jedoch ist sich in diesem Bereich letztlich jeder dann selbst der Nächste, wenn vollstreckbare Haftstrafen im Raum stehen. Viele meiner Mandanten befinden sich bei der Androhung von hohen Strafen oder der Durchführung von Untersuchungshaft in dem moralischen Dilemma, entweder gegen ihre ehemaligen Geschäftspartner auszusagen, oder eine längere Haftstrafe hinzunehmen, wobei Letzteres seitens der Familie als unverständlich empfunden wird. Wir arbeiten hier eng mit allen Betroffenen zusammen und klären unsere Mandanten umfassend auf, insbesondere über die Vorteile und die Nachteile welche der Gebrauch dieser Vorschrift mit sich bringt, nicht nur in juristischer sondern auch menschlicher Hinsicht.


Muss ich eine Hausdurchsuchung zulassen? Was muss ich bei einer Hausdurchsuchung beachten?

Eine Hausdurchsuchung muss man leider über sich ergehen lassen, im Moment der Vollstreckung gibt es im Bereich des Betäubungsmittelstrafrecht leider keinerlei Handhabe, diese gegenwärtig zu unterbinden.

Der beste Ratschlag ist hier, sich ruhig zu verhalten und der Beschlagnahme eventueller Gegenstände zu widersprechen. Jedenfalls sollte man sich nicht noch unter dem Eindruck der Situation dazu hinreißen lassen, Eingeständnis bezüglich bestimmter Handlungen abzugeben. Bleiben Sie ruhig und höflich, für den Rest klären wir von unserer Seite aus hinterher mit Gericht und Staatsanwaltschaft.


Vertreten Sie mich auch als Pflichtverteidiger?

Je nach dem Gewicht der Vorwürfe haben Sie in dem Verfahren das Recht auf einen Pflichtverteidiger. Er eine solche Situation ist beispielsweise gegeben, wenn ihnen ein schwerer Verstoß in Form eines Verbrechens vorgeworfen wird, die Verhandlung vor dem Schöffengericht stattfindet oder sie bereits in Erscheinung getreten sind und unter laufender Bewährung stehen.

In derartigen Fällen erhalten Sie in der Regel eine Anklageschrift, verbunden mit der Aufforderung, einen Pflichtverteidiger zu benennen. In einer solchen Situation vertrete ich sie auch gerne als Pflichtverteidiger, bitte fragen Sie aber in diesen Fällen vorher kurz telefonisch oder per E-Mail an und benennen mich bitte nicht ohne Rücksprache als Pflichtverteidiger gegenüber dem zuständigen Gericht.


Wann ist eine nicht geringe Menge von Betäubungsmitteln erreicht?

Maßgeblich sind: Wirkstoffgehalt und die Anzahl der toxischen Dosen. Die Menge wird also nicht nach Gewicht der eigentlichen Substanz bestimmt. Als Verteidiger setzte ich mich mit dem Gutachten über den Wirkstoffgehalt auseinander, welches die Staatsanwaltschaft regelmäßig beim Landeskriminalamt einholt und die ich durch Einholung der Akteneinsicht erhalte. Dies bestimmt über die Frage, ob Ihnen ein Verbrechen oder ein Vergehen zur Last gelegt werden kann.

Mindestwerte des BGH (Bundesgerichtshof) für „nicht geringe Mengen:

Heroin = 1,5 g

Kokain = 5,0 g

Cannabis = 7,5 g

LSD = 6,0 g

Ecstasy = 30 g


Was bedeuten die Zahlen nun für mein Verfahren?

Wir wollen nicht theoretisch, sondern praxisorientiert aufklären. Ich will Ihnen anhand einiger Beispiele verdeutlichen, was dies für Ihr Verfahren bedeutet.

Das durchschnittliche Gras, das aus Holland eingeführt hat, hat einen Wirkstoffgehalt von 10 %. Demnach ist bereits ab einer Menge von 75 g Cannabis (die sodann eine Menge von 7,5 g THC übersteigt) die nicht geringe Menge überschritten.

Bei mittelgefährlichen und harten Drogen ist die Frage oft noch spannender: Kokain, Heroin und Amphetamin wird regelmäßig gestreckt. Insoweit ist der prozentuale Anteil an der reinen Droge oft sehr unterschiedlich.

Ich habe Verfahren verteidigt, wo der Anteil an Amphetaminbase bei 5 Kg an Drogen lediglich bei ca. 300 g lag. Eingeführtes Amphetamin hat meist einen niedrigen Wirkstoffanteil, so die Praxis. Jedoch dürfen wir feststellen, dass das Kokain und Heroin, welches aus Holland eingeführt wird, meist einen Wirkstoffanteil von 55 % - 80 % hat. Dies ist eine exzellente Qualität.

Ihr Kontakt zu uns:

Fachanwalt für Strafrecht
Nikolai Odebralski 
Huyssenallee 99-103
45128 Essen

Telefon:  +49 201 747 188 - 0
Telefax:  +49 201 747 188 - 29
E-Mail:   info[at]ra-odebralski.de

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