Rechtsanwalt für Betäubungsmitteldelikte BTMG

Marihuana, Plantage oder Einfuhr von BtM? Ihr Rechtsanwalt für BtM-Verfahren in NRW

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz -

Die sogenannte "nicht geringe Menge"

In vielen Fällen ist es für den Beschuldigten von entscheidender Bedeutung, ob eine sogenannte "nicht geringe Menge (ngM)" im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes vorliegt oder nicht. Denn die nicht geringe Menge führt stets dazu, dass die Tat mit einer höheren Strafe bedroht ist. Die Tat gilt dann als sogenanntes Verbrechen. "Verbrechen" bedeutet, dass eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr bei einem Schuldspruch droht.

Die Grenzwerte der "nicht geringen Menge"

der "nicht geringe Menge" ist von der Rechtsprechung für die folgenden gängigsten Betäubungsmittel wie folgt entschieden worden:

  • Amphetamin: 10 g Amphetaminbase entspricht 200 Konsumeinheiten (KE) á 50 mg
  • Cannabisprodukte: 7,5 g THC entspricht 500 KE á 15 mg
  • Ecstasy: 35 g MDE-Hydrochlorid bzw. 30 g
  • MDMA-Base = 250 KE á 140 mg
  • Heroin: 1,5 g Heroinhydrochlorid entspricht 150 KE á 10 mg bzw. 30 KE á 50 mg
  • Kokain: 5 g Kokainhydrochlorid entspricht KE-Einteilung nicht möglich
  • LSD: 6 mg Wirkstoff entspricht 120 KE á 50 mg bzw. 300 Trips
  • Morphin: 4,5 g Morphinhydrochlorid entspricht 45 KE á 100 mg
  • Psilocin: 1,2 g entspricht 120 KE á 10 mg Psilocybin: 1,7 g = 120 KE á 14 mg

Ein Beispiel: 150 g Haschisch beinhalten bei einem durchschnittlichen Reinheitsgehalt von 5% in etwa 7,5g THC. 150 g sind daher der Grenzwert zur nicht geringen Menge.

Wichtig auch: die "nicht geringe Menge" führt auch dazu, dass bestimmte Maßnahmen wie etwa die Telefonüberwachung nach § 100 a Nr. 4 StPO erlaubt sind.