Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz

Amphetamin und Speed

Amphetamin - Hausdurchsuchung oder Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung

Ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz in Form von unerlaubtem Besitz, Einfuhrschmuggel oder Handeltreiben mit Amphetamin beginnt wie andere Verfahren im Bereich der Betäubungsmittelstrafbarkeit: zumeist steht die Polizei morgens unangekündigt vor der Tür und es folgt eine Hausdurchsuchung wegen des vermeintlichen Besitzes von Betäubungsmitteln oder Handeltreiben mit Betäubungsmitteln.

In anderen Konstellationen werden die Betroffenen an der Grenze beim Einfuhrschmuggel von Amphetamin festgenommen.

In weitaus weniger Fällen - und auch nur sofern es sich um geringere Mengen an Amphetamin handelt - bekommen die Betroffenen eine sogenannte Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung.

Teilweise kommt es auch zu gewöhnlichen Kontrollen im Straßenverkehr, im Rahmen von sogenannten Drogentests werden die Fahrzeugführer dann positiv auf Amphetamin getestet und im Rahmen einer anschließenden Durchsuchung werden Amphetamin aufgefunden.

Unabhängig von der Situation an Treffens ist es in derartigen Fällen immer wichtig, möglichst frühzeitig einen auf diesem Gebiet erfahrenen Strafverteidiger mit der Wahrnehmung seiner Interessen zu beauftragen. In letzteren Fällen insbesondere, da bei einem Zusammenhang zwischen Konsum von Amphetaminen und Führen eines Kraftfahrzeuges die Entziehung der Fahrerlaubnis droht.

 

 

Unerlaubter Besitz von oder Handeltreiben mit Amphetaminen - welche Strafen drohen?

Die Höhe der Strafe ist abhängig von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren - der entscheidende Punkt ist aber natürlich die Menge des sichergestellten Amphetamin.

Doch selbst soweit es sich lediglich um eine geringe Menge - in Angrenzung zur sog. nicht geringen Menge - handelt, wird der zuständige Staatsanwalt für Sie eine nicht unerhebliche Geldstrafe fordern. Die Möglichkeit, derartige Verfahren außergerichtlich im Wege eines sogenannten Strafbefehls aus der Welt zu schaffen, ist außergewöhnlich gering.

Hintergrund hierfür ist die Tatsache, dass Amphetamin einerseits ein erhebliches Suchtpotenzial entfaltet und andererseits auch als Handelsgut auf dem Schwarzmarkt interessant ist. Denn anders als bei Marihuana oder Haschisch lässt sich durch das Handeltreiben mit Amphetamin ein nicht unerheblicher Gewinn erzielen. Relevant ist in diesem Zusammenhang letztlich natürlich auch die von Amphetaminen ausgehende Gefahr für die körperliche Gesundheit.

Erforderlich für eine hohe Strafe ist auch nicht, dass gewerbsmäßig mit Amphetaminen Handel getrieben wird oder Sie sich sogar mit anderen Personen zu einer Bande verbunden haben, die Amphetamine zunächst streckt, und anschließend gewinnbringend weiterverkauft. Hohe Strafen werden schon beim bloßen Besitz von Amphetaminen oder Handeltreiben mit Amphetamin verhängt. Die Höhe der Strafe liegt hierbei im Ermessen des Gerichts.

In der Praxis zeigt sich  immer wieder, dass ein guter Rechtsanwalt das Ergebnis wesentlich beeinflussen kann; unabhängig davon ob der Betroffene lediglich die Höhe der Strafe reduzieren möchte oder ob er erwartet, am Ende des Verfahrens freigesprochen zu werden. In diesem Zusammenhang ist unbestritten, dass man einen Spezialisten auf dem Gebiet des Betäubungsmittelstrafrechts an seiner Seite braucht. Dies gilt natürlich umso eher, je größer die Menge des sichergestellten Amphetamins ist.

Sofern es sich um den Vorwurf des Handeltreibens mit Amphetaminen handelt ist natürlich von Bedeutung, an welchen Personenkreis das Amphetamin verkauft wurde, ob es sichergestellt wurde bzw. in den Verkehr gelangt ist und letztlich natürlich auch, wie sich der Beschuldigte zu der Straftat verhält.

Hier kann es von entscheidender Bedeutung sein, ob aus reiner Gewinnerzielungsabsicht gehandelt wurde oder ob der Hintergrund des Handeltreibens mit Amphetaminen der Umstand war, die eigene Betäubungsmittelabhängigkeit zu finanzieren. Im letzteren Falle wäre die Möglichkeit einer Zurückstellung der Strafe nach § 35 des Betäubungsmittelgesetzes in Betracht zu ziehen.

Wichtig sind hier auch eine Vielzahl anderer Faktoren, diese aufzuzählen würde hier aber sicherlich den Rahmen sprengen. Rufen Sie mich einfach an und schildern ihren Fall, das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

 

 

Die "nicht geringe Menge" Amphetamin

Nach der Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs BGHSt 33, 133 liegt der Grenzwert der sogenannten nicht geringen Menge bei Amphetamin bei 10g Amphetaminbase. Hierbei muss sich der Betroffene verdeutlichen, dass entscheidend für die Frage, ob eine nicht geringe Menge vorliegt oder nicht der Wirkstoffgehalt des sichergestellten Amphetamin ist. Nicht entscheidend ist die Bruttomenge, also die Menge welche man besitzt oder besessen hat. Ein Beispiel: erwirbt ein Kunde beispielsweise 100 g Amphetamin von sehr guter Qualität mit einem Wirkstoffgehalt von 15%, so liegt der Anteil an Amphetaminbase insgesamt bei 15g - der Grenzwert zur nicht geringen Menge wäre insofern überschritten. Er wird ein Kunde indes 200g Amphetamin von sehr schlechter Qualität mit einem Wirkstoffgehalt von lediglich 3 %, enthielte dieses nur 6g Amphetaminbase - die Grenze zur nicht geringen Menge wäre also noch nicht überschritten.

 

 

Amphetamin und Speed - Zahlen und Fakten

Im unterschied zu natürlichen Drogen wie beispielsweise Marihuana oder auch reines Kokain ist Amphetamin ein synthetisch hergestelltes Produkt. Hierbei existiert das Amphetamin in chemisch unterschiedlicher Zusammensetzung, die Spannbreite reicht von alpha-Methylamphetamin - umgangssprachlich bekannt als Speed oder Pep - bis hin zu gefährlicheren Rezepturen wie N-Methylamphetamin - auch bekannt als Crystal Meth.

Die Art der Amphetamine ist unterschiedlich und reicht von völlig getrocknetem und gestrecktem Pulver in niedriger Qualität bis hin zu Amphetaminpaste, die regelmäßig einen hohen Reinheitsgrad aufweist und in der Folge von den Zwischenhändlern zumeist mit Koffein oder Lactose gestreckt wird.

Die Herstellung erfolgt in den meisten Fällen im Ausland, anschließend wird das Amphetamin dann von Holland oder Polen nach Deutschland eingeführt, wo es dann gestreckt und an Endabnehmer verkauft wird. Festzustellen ist zudem, dass die Zahl an sichergestellten Amphetamin im Laufe der letzten Jahre stetig angestiegen ist.

 

 

Strafverfahren wegen Amphetaminen - warum brauche ich einen Spezialisten?

In der Praxis hat sich bereits häufig gezeigt, dass ein im Bereich der Betäubungsmitteldelikte erfahrener und spezialisierter Strafverteidiger das Ergebnis entscheidend beeinflussen kann.

Dies gilt nicht nur, sofern es um die Frage einer Verurteilung oder eines Freispruchs geht, sondern auch im Zusammenhang mit einer möglichen Höhe der Strafe oder einer möglichen Zurückstellung nach § 35 des Betäubungsmittelgesetzes.

Ich selbst habe bereits eine Vielzahl an Verfahren im Zusammenhang mit dem Vorwurf des Besitzes von Betäubungsmitteln, Handeltreiben mit Betäubungsmitteln oder auch Einfuhr von Betäubungsmitteln in Form von Amphetamin geführt; neben den theoretischen Grundkenntnissen in dem Bereich verfüge ich insofern über die auch praktische Erfahrung im Zusammenhang mit der Bearbeitung entsprechender Delikte - welche Ihnen letztendlich zugute kommt. Rufen Sie mich an und schildern ihren Fall, die erste Beratung ist stets kostenlos und unverbindlich.

 

 

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